Glockenturm


Allersgraben, 2. Hälfte 18. Jh.

Glockentürme befanden sich meist im Besitz der Gemeinde, Glöckner war der Schulmeister (Lehrer). Die Glocken wurden zum Wetter- und Feuerläuten, bei kriegerischer Gefahr, aber auch zum Gebetläuten und bei Todesfällen geläutet.

Mit dem Läuten wollte man auch den Hagel vertreiben. Glockentürme standen vor allem in Untertanensiedlungen, wo es keine Kirchen gab. Der in Ständerbauweise gezimmerte Turm ist auf einem Schwellenkranz errichtet, aus der Mitte des Daches erhebt sich der Glockenstuhl mit seiner schweren Glocke. Einen Glockenturm im Ortsverband findet man heute z. B. noch in Altschlaining (Bezirk Oberwart).